
Streit um Ehrenmedaille für Street-Art-Künstler Cibo in San Giovanni Lupatoto
In San Giovanni Lupatoto ist ein politischer Streit über eine mögliche Auszeichnung für den Street-Art-Künstler Cibo entbrannt. Der Gemeinderat des Partito Democratico, Marco Taietta, hatte vorgeschlagen, dem Künstler die Goldmedaille der Stadt zu verleihen.
Der Vorschlag steht im Zusammenhang mit einem Vorfall an Ferragosto, bei dem Cibo nach eigenen Angaben in San Giovanni Lupatoto vor seiner Familie angegriffen wurde. Die Initiative von Taietta stieß beim venezianischen Lega-Regionalrat Filippo Rigo auf scharfe Kritik.
„Die letzte Idee, Cibo die Goldmedaille von San Giovanni Lupatoto zu verleihen, ist peinlich“, erklärte Rigo in einer Mitteilung. Er bezweifelte außerdem den künstlerischen und gesellschaftlichen Wert der Arbeit des Street-Art-Künstlers.
Cibo ist dafür bekannt, beleidigende oder neofaschistische Schmierereien auf Mauern in der Provinz Verona mit Zeichnungen von Lebensmitteln zu übermalen. Rigo bezeichnete diese Tätigkeit hingegen als bloßes Überstreichen von Wänden zu Werbezwecken und wies die Bezeichnung als „zivilgesellschaftliches Engagement“ zurück.
In seiner Stellungnahme griff der Lega-Politiker auch die politische Linke und mehrere Persönlichkeiten aus ihrem Umfeld an. Eine Entscheidung über die Verleihung der Goldmedaille wird in der Mitteilung nicht genannt.