
Tosi und Bisinella kritisieren Baumfällungen in Verona
In Verona ist erneut eine politische Debatte über den Umgang mit dem städtischen Baumbestand entbrannt. Der Europaabgeordnete und Regionalkoordinator von Forza Italia, Flavio Tosi, sowie Patrizia Bisinella, Fraktionsvorsitzende der Liste Fare! im Gemeinderat, kritisieren mehrere Entscheidungen der Stadtverwaltung unter Bürgermeister Damiano Tommasi.
Im Mittelpunkt ihrer gemeinsamen Stellungnahme stehen die Baumfällungen in der Via Preare. Dort seien nach Angaben von Tosi und Bisinella mehr als 60 Bäume gefällt worden. Die beiden Oppositionspolitiker vertreten die Auffassung, die Bäume hätten mit dem dort angelegten Radweg vereinbar bleiben können und wertvollen Schatten gespendet.
Kritik üben sie auch an einem Eingriff in Borgo Santa Croce. Dort habe die Verwaltung nach ihrer Darstellung mehrere Tausend Euro für den Erhalt einer Robinie ausgegeben, die sich mitten auf dem Verlauf eines Radwegs befinde.
Zudem verweisen Tosi und Bisinella auf Arbeiten an einem Baum an der Piazza Bra. Die Kosten dafür beziffern sie auf knapp 200.000 Euro. Sie werfen der Verwaltung vor, sich bei der Wahl der Lösung auf Vorgaben der Denkmalbehörde berufen zu haben.
Besonders beanstanden die beiden Politiker die Fällung einer Zeder an der Piazza Vittorio Veneto. Die Stadt hatte den Zustand des Baums mit Nekrose begründet. Tosi und Bisinella erklären dagegen, ein von ihnen konsultierter Agronom habe anhand von Videos der Fällung und Bildern des Stamms ihre Zweifel bestätigt. Ihrer Ansicht nach hätten mögliche Probleme durch Sicherungsmaßnahmen und den Rückschnitt von Ästen behoben werden können.