
Venetien bilanziert Rekordsommer: Mehr Hitzevorsorge gefordert
Venetien blickt auf einen außergewöhnlichen Sommer 2026 zurück. Von Juni bis August lagen die Monatsmittel laut den bisher vorliegenden Daten durchgehend zwei bis drei Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Umweltlandesrätin Elisa Venturini fordert deshalb mehr Anpassung und Vorsorge.
Besonders auffällig war nicht nur ein einzelner Temperaturrekord, sondern die ungewöhnliche Dauer der Hitze. Die längste Hitzewelle hielt 18 Tage am Stück an und erstreckte sich über Juli und August. In der Ebene wurden allein im August durchschnittlich 18 Tropennächte registriert.
Der höchste im Veneto gemessene Humidex-Wert wurde in Roverchiara in der Veroneser Ebene erreicht. Der Index, der Temperatur und Luftfeuchtigkeit kombiniert, stieg dort auf 53,7 Grad. Die anhaltende Wärme und die hohe Luftfeuchtigkeit führten laut Venturini zu einer dauerhaften thermischen Belastung.
Gleichzeitig wechselten sich längere Trockenperioden mit extremen Wetterereignissen ab. Ende August wurden in mehreren Teilen der Ebene Windböen von mehr als 100 Stundenkilometern gemessen. In den Hochlagen setzte sich außerdem der Rückzug der Gletscher fort.
Venturini zufolge betreffen die Folgen dieser Entwicklung die Wasserverfügbarkeit, die Landwirtschaft, die Städte, die Ökosysteme und die Sicherheit des Gebiets. Der Sommer 2026 könnte damit den bisherigen Hitzerekord aus dem Jahr 2003 übertroffen haben. Entscheidend sei jedoch vor allem die anhaltende Hitze über alle drei Sommermonate hinweg.