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Verona
17/09/2026 - 16:54

Verona: 16 Prozent weniger Restmüll durch kontrollierte Müllcontainer

In den ersten acht Monaten 2026 ist die Menge des Restmülls in Verona um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Nach Angaben des Osservatorio Rifiuti Sovraregionale (O.R.So.) ging sie von rund 38.500 auf etwa 33.000 Tonnen zurück.

Nach Einschätzung des Entsorgungsunternehmens Amia Verona ist der Rückgang teilweise auf die Einführung zugangskontrollierter Müllcontainer zurückzuführen. Diese stehen inzwischen in mehr als der Hälfte des Stadtgebiets.

Amia-Präsident Roberto Bechis erklärte, von den insgesamt 5.400 Tonnen weniger Restmüll seien rund 1.400 Tonnen durch zusätzlich gesammeltes Papier, Plastik, Glas und organische Abfälle erklärbar. Die verbleibenden etwa 4.000 Tonnen würden in der bisherigen Gesamtberechnung fehlen.

Bechis begründet dies unter anderem mit einer geringeren sogenannten Müllmigration. Nach seiner Analyse hatten zuvor viele der täglich rund 50.000 Pendler aus den Nachbargemeinden die frei zugänglichen Container in Verona genutzt, um dort ihren Hausmüll zu entsorgen. Durch die Zugangskontrollen sei diese Praxis erschwert worden.

Luca Mariotto, ein leitender Mitarbeiter von Amia, teilte mit, dass etwa 20 Prozent der verhängten Strafen Personen beträfen, die ihren Abfall aus einer anderen Gemeinde in Verona entsorgt hätten.

Gleichzeitig gibt es weiterhin Probleme mit Müllsäcken, die neben den Containern abgestellt werden. Bechis zufolge seien diese Fälle inzwischen auffälliger, aber mengenmäßig geringer als früher. Amia will Videos veröffentlichen, die besonders deutliche Fälle von illegaler Müllablagerung zeigen sollen.

Die Umstellung des Sammelsystems verursacht höhere Kosten. Unter anderem wurden dafür 60 neue Mitarbeiter eingestellt. Verona hat inzwischen eine Recyclingquote von mehr als 60 Prozent erreicht, nachdem sie über mehr als ein Jahrzehnt bei rund 53 Prozent gelegen hatte. Ziel sind 65 Prozent.

Diese Schwelle ist für die Stadt auch finanziell relevant. Laut Bechis zahlt Verona in diesem Jahr weiterhin rund eine Million Euro zusätzliche Abgaben an die Region Venetien, weil die Recyclingquote von 65 Prozent noch nicht erreicht ist. Das Ziel soll im kommenden Jahr erreicht werden.

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