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Verona
25/09/2026 - 12:10

Verona: 17 Tatverdächtige wegen Neonazi-Propaganda und Terrorismusaufrufen

Die Digos der Polizeidirektion Verona und die Carabinieri-Sondereinheit ROS haben am 24. September in mehreren italienischen Provinzen 17 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Die Maßnahmen richteten sich gegen 14 Minderjährige und drei Erwachsene, die im Verdacht stehen, an neonazistischen, suprematistischen und terroristischen Online-Aktivitäten beteiligt gewesen zu sein.

An dem Einsatz waren neben der Digos von Verona auch Polizeieinheiten aus Neapel, Benevento, Brescia und Trient beteiligt. Unterstützt wurden sie von den Carabinieri-Kommandos mehrerer Provinzen. Die Ermittlungen werden von den Staatsanwaltschaften in Rom – einschließlich der Jugendstaatsanwaltschaft – sowie von der Staatsanwaltschaft Venedig koordiniert.

Ausgangspunkt war die Überwachung von Online-Aktivitäten aus dem Umfeld der sogenannten akzelerationistischen, weiß-suprematistischen und neonazistischen Szene. Nach Angaben der Ermittler waren die Beschuldigten in zwei Gruppen in sozialen Netzwerken aktiv. Dort sollen unter anderem Propagandamaterial, antisemitische Inhalte, rassistische Beiträge und Videos extremistischer Attentäter verbreitet worden sein.

Ein Teil der Ermittlungen betrifft die private Gruppe „Chat del Nuovo Ordine Europeo“. Dort sollen Inhalte zur Verherrlichung der nationalsozialistischen Ideologie, zur Leugnung des Holocausts und zum Hass gegen Juden geteilt worden sein. In einem weiteren Netzwerk mit der Bezeichnung „F.F.I. – Fronte Fascista Italiano“ fanden die Ermittler nach eigenen Angaben rassistische und homophobe Beiträge, Darstellungen von Gewalt sowie Propaganda der suprematistischen Gruppierung „The Base“.

Den Beschuldigten wird außerdem vorgeworfen, Anleitungen zur Herstellung selbstgebauter Sprengsätze sowie Hinweise zum Umgang mit Waffen und Messern verbreitet zu haben. Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte Messer, Fahnen und Gegenstände mit nationalsozialistischer Symbolik sowie zahlreiche elektronische Geräte sicher.

Das Verfahren befindet sich noch im Stadium der Vorermittlungen. Für alle Beschuldigten gilt daher bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.

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