
Verona: 33-Jähriger soll sich als Polizist ausgegeben und Seniorin täuschen wollen
Eine 73-jährige Frau aus Verona hat einen mutmaßlichen Betrugsversuch vereitelt, indem sie den Notruf 112 verständigte. Ein Mann hatte sie telefonisch kontaktiert und sich als Mitarbeiter der örtlichen Stadtpolizei ausgegeben. Unter dem Vorwand laufender Ermittlungen zu gestohlenem Schmuck sollte sie ihren gesamten Goldschmuck für einen angeblichen Kollegen bereitlegen, der ihn kurz darauf abholen werde.
Gleichzeitig sollte ihr Ehemann zum Polizeikommando im historischen Zentrum von Verona kommen, um dort Dokumente zu unterschreiben. Die Frau schöpfte jedoch Verdacht und informierte die Einsatzkräfte.
Die Carabinieri positionierten sich daraufhin unbemerkt innerhalb und außerhalb der Wohnung. Der Ehemann folgte zunächst den Anweisungen des mutmaßlichen falschen Polizisten, um keinen Verdacht zu erregen. Wenig später klingelte ein 33-jähriger Mann an der Wohnungstür. Nach Angaben der Carabinieri wurde er dort von Einsatzkräften des zuständigen Polizeieinsatzkommandos erwartet und festgenommen.
Der Mann wurde zum Provinzkommando der Carabinieri in Verona gebracht. Die Staatsanwaltschaft wurde informiert; anschließend blieb er bis zum Schnellverfahren in den Sicherheitszellen des Kommandos. Ihm wird versuchter Betrug zum Nachteil älterer Menschen in Zusammenarbeit mit weiteren Beteiligten vorgeworfen.
Das Gericht bestätigte am folgenden Morgen die Festnahme. Der 33-Jährige muss sich nun in seiner Heimatgemeinde in Kampanien aufhalten. Die Verhandlung wurde nach Gewährung einer Verteidigungsfrist auf November 2026 vertagt.
Für den Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.