
Verona: Cona verteidigt neue Radwege und spricht von einem Ausgleich des Straßenraums
Die neuen Radwege und die Verkehrspolitik in Verona standen im Mittelpunkt einer Ausgabe der Sendung „In tema con Daily“ auf Radio Adige TV. Stadtrat Giacomo Cona von der Liste Traguardi verteidigte dabei die Entscheidungen der von Bürgermeister Damiano Tommasi geführten Stadtverwaltung.
Nach Ansicht von Cona geht es nicht um einen Konflikt zwischen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern. Jeder nutze je nach Situation unterschiedliche Verkehrsmittel. Ziel der Stadt sei es vielmehr, den öffentlichen Straßenraum neu zu verteilen und allen Verkehrsteilnehmern mehr Sicherheit zu bieten.
Als Grundlage verwies Cona auf den 2023 verabschiedeten Plan für nachhaltige urbane Mobilität (PUMS). Demnach werden in Verona rund 60 Prozent der Wege mit dem Auto zurückgelegt. Etwa 22 Prozent dieser Fahrten seien kürzer als drei Kilometer. Für solche Strecken könnten sichere Radwege eine Alternative zum Auto darstellen und damit zur Entlastung des Stadtverkehrs beitragen.
Auch konkrete Maßnahmen in der Via Turbina und der Via Oriani verteidigte der Stadtrat. In der Via Oriani habe die Einrichtung eines durch Poller geschützten Radwegs die Sicherheit erhöht, ohne den Autoverkehr vollständig zu unterbinden. Für Autos gelte dort weiterhin eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h.
Zu den Einschränkungen für den privaten Autoverkehr, darunter die Sperrung der Ponte Aleardi stadtauswärts, sagte Cona, solche Maßnahmen müssten zunächst erprobt werden. Sie sollten den öffentlichen Verkehr fördern, Staus bei der Ausfahrt aus der Altstadt vermeiden und Linienbusse beschleunigen.
Kritisch äußerte sich Cona zu den Aussagen von Flavio Tosi (Forza Italia), der im Fall eines Sieges des Mitte-rechts-Bündnisses den Rückbau von Radwegen angekündigt hatte. Eine solche Entscheidung wäre nach Conas Einschätzung vor allem politisch und ideologisch motiviert. Zudem stellte er die Frage, ob der Einsatz öffentlicher Gelder für den Abbau bereits bestehender Infrastruktur ohne technische Gründe möglicherweise einen finanziellen Schaden für die öffentliche Hand darstellen könnte.