
Verona: Drei Verdächtige wegen mutmaßlichen Betrugs mit PNRR-Förderung
In Verona ermittelt die Guardia di Finanza gegen drei Personen wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Betrug. Die Beschuldigten sollen eine falsche Kampagne für energetische Sanierungen zum Nulltarif organisiert haben. Im Zuge der Ermittlungen wurden ihre Wohnungen sowie der Betriebssitz eines möglicherweise beteiligten Unternehmens durchsucht.
Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Verdächtigen Bürger per E-Mail mit dem Versprechen kontaktiert haben, die Kosten für energetische Sanierungsarbeiten vollständig über angebliche PNRR-Mittel erstattet zu bekommen. Von den Interessenten sei lediglich eine Vorauszahlung für die Bearbeitung der Unterlagen verlangt worden.
Um die Angebote glaubwürdiger erscheinen zu lassen, soll die Gruppe den Namen einer bekannten Schweizer Bank missbräuchlich verwendet haben. Das Institut sei dabei als angebliche Garantie für die geplanten Arbeiten dargestellt worden.
Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch die Bank selbst. Mehrere Bürger, die an dem Angebot zweifelten, wandten sich direkt an das Kreditinstitut. Daraufhin erstattete die Bank Anzeige.
Die Finanzpolizei hat bislang 14 mutmaßliche Opfer festgestellt. Drei von ihnen sollen bereits Überweisungen in Höhe von mehreren Tausend Euro getätigt haben. Insgesamt soll die Organisation mindestens 68.000 Euro eingenommen haben. Das Geld wurde den Ermittlungen zufolge rasch auf Konten im Ausland weitergeleitet, unter anderem in den Niederlanden, Irland und Deutschland.
Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler umfangreiche Unterlagen und mehrere elektronische Geräte sicher. Diese sollen nun ausgewertet werden, um die Hintergründe des Falls weiter zu klären.
Die Guardia di Finanza rät, bei besonders günstigen Angeboten vorsichtig zu sein. Der Name einer Bank auf Dokumenten sei kein ausreichender Beleg für die Echtheit eines Angebots. Angaben zu Unternehmen und Finanzinstituten sollten ausschließlich über deren offizielle Kontaktdaten überprüft werden. Bei Verdacht empfiehlt die Polizei, nicht zu zahlen und die Angelegenheit unverzüglich den Behörden zu melden.