
Verona startet Programm zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude
Die Stadt Verona startet die operative Phase eines Programms zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude. Ziel ist es, den Energieverbrauch dauerhaft zu senken, die Gebäudequalität zu verbessern und mehr Strom aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen.
Grundlage des Vorhabens ist eine erstmals erstellte Übersicht über den Energieverbrauch des kommunalen Gebäudebestands. Dabei wurden der Strom- und Wärmeverbrauch analysiert und die Gebäude mit den schlechtesten energetischen Leistungen ermittelt. Vorrangig sollen besonders energieintensive Schulen und Verwaltungsgebäude saniert werden.
Vorgesehen sind Maßnahmen an den Gebäuden sowie an den elektrischen und thermischen Anlagen. Zusätzlich sollen geeignete kommunale Flächen für Photovoltaikanlagen genutzt werden. Die erwartete Gesamtproduktion soll ungefähr dem Stromverbrauch der kommunalen Gebäude entsprechen.
Die Umsetzung ist im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit einer geplanten Laufzeit von 20 Jahren vorgesehen. Der jährliche Aufwand der Stadt soll rund elf Millionen Euro betragen und damit in etwa den bisherigen Ausgaben für Energie entsprechen. Die Einsparungen durch den geringeren Verbrauch sowie Förderungen aus dem italienischen Conto-Termico-Programm sollen dem privaten Betreiber ermöglichen, die Investitionen über die Vertragslaufzeit zurückzugewinnen.
Als Projektpartner wurde nach einer Interessensbekundung ein Konsortium aus drei Unternehmen ausgewählt, an dessen Spitze MAGIS steht. Die Auswahl markiert zunächst den Beginn des weiteren Verfahrens. In den kommenden Monaten soll ein technisches und wirtschaftliches Machbarkeitsprojekt erstellt werden, das anschließend als Grundlage für die Ausschreibung dient.
Umwelt- und Transitionsstadtrat Tommaso Ferrari erklärte, die Stadt habe in den vergangenen vier Jahren die notwendigen Analysen und Planungen vorbereitet. Die Investitionen sollen nicht nur die Energiekosten senken, sondern den kommunalen Gebäudebestand langfristig verbessern und zugleich Unternehmen sowie Fachleute aus Planung, Bau, Betrieb und Wartung einbinden.