
Verona: Streit um Fahrverbot auf der Ponte Aleardi
Das Fahrverbot auf der Ponte Aleardi in Verona sorgt weiter für politische Auseinandersetzungen. Seit die Kontrollkamera endgültig aktiviert wurde, werden Verstöße von nicht zugelassenen Fahrzeugen mit Bußgeldern geahndet.
Die Regelung war ursprünglich im Zusammenhang mit Bauarbeiten im Bereich Veronetta eingeführt worden. Sie sollte den Bussen die Ausfahrt aus der Altstadt erleichtern. Inzwischen hält die Stadtverwaltung am Fahrverbot fest, um den öffentlichen Verkehr auf einer wichtigen Strecke zu beschleunigen und zuverlässiger zu machen.
## Kritik der Opposition
Die Vertreter des rechten Oppositionsbündnisses im Stadtrat fordern eine Rücknahme der Maßnahme. Barbara Tosi von Verona per Tosi kritisierte vor allem die Auswirkungen auf Anwohner im Osten der Stadt. Wer in Richtung Osten fahren wolle, müsse auf Umwege über San Fermo oder das Viertel Basso Acquar ausweichen. Dort habe die neue Radspur die Fahrbahn verengt und zu erheblichen Staus geführt, erklärte Tosi.
Anna Bertaia von der Lista Tosi stellte außerdem die Regelung für Ausnahmegenehmigungen infrage. Bewohner des Bereichs Cittadella dürfen die Brücke nutzen, während dies für Anwohner des nahe gelegenen Viertels Filippini nicht gilt. Nach Bertaia führen die Umwege wegen der Schulen im Bereich Cittadella und an der Piazza Bra zu deutlich längeren Fahrzeiten für Schüler und Beschäftigte.
## Stadt verteidigt Bus-Vorrang
Verkehrsdezernent Tommaso Ferrari ließ durch den Stadtrat Michele Bertucco erklären, dass die Maßnahme als Teil einer umfassenderen Neuordnung des Verkehrs zu verstehen sei. Vorrangiges Ziel sei es, die Geschwindigkeit und Regelmäßigkeit der Busse auf einer strategischen Verkehrsachse zu gewährleisten.
Die Stadt begründet die unterschiedlichen Ausnahmen mit der jeweiligen Anbindung der Viertel an die Brücke. Für die Bewohner von Cittadella sei die Ponte Aleardi eine direkte Verbindung für die Ein- und Ausfahrt. Aus dem Viertel Filippini müsse dagegen ohnehin rechts in die Via Pallone abgebogen werden. Auch mit einer Genehmigung wäre die Brücke von dort nicht direkt erreichbar.
## Änderungen an der Ampel in der Genovesa
Im Stadtrat wurde außerdem die Ampelanlage für den Filobus in der Genovesa thematisiert. Dort kommt es nach Angaben der Opposition zu Rückstaus für Fahrzeuge aus Castel d’Azzano.
Die Ampel müsse drei Anforderungen miteinander vereinbaren: den Vorrang des Filobusses, die Sicherheit der Kreuzung und den Abfluss des Autoverkehrs. Die Stadtverwaltung prüft nach eigenen Angaben, die Ampelphasen je nach Tageszeit und tatsächlicher Verkehrslage anzupassen.
Die Verkehrssituation werde weiter beobachtet. Auf Grundlage der gesammelten Daten will die Stadt in den kommenden Wochen mögliche Anpassungen der Verkehrsregelung prüfen.