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Verkehr
17/09/2026 - 18:15

Verona: Streit um ZTL und Mobilität in der Altstadt

Die Debatte über die Zufahrtsbeschränkungen in der veronesischen ZTL geht weiter. Die Vereinigung Comunità Centro Storico kritisiert die aktuellen Regelungen und warnt davor, dass die historische Altstadt für Bewohner, Beschäftigte und Unternehmen zunehmend schwer erreichbar werde.

Nach Angaben der von Tiziano Meglioranzi geleiteten Gruppe fehlt weiterhin ein umfassender Plan für die Erreichbarkeit der Innenstadt. Vor allem bei Pendlerparkplätzen und schnellen Shuttle-Verbindungen sieht die Vereinigung Nachholbedarf. Die neuen Einschränkungen sollten deshalb aus ihrer Sicht ausgesetzt werden, bis entsprechende Alternativen tatsächlich zur Verfügung stehen.

Die Gruppe verweist außerdem auf einen Rückgang der kleinen Geschäfte. Nach den von ihr zitierten Daten der Stadtverwaltung und von Confcommercio sank ihre Zahl innerhalb von zehn Jahren von 713 auf 575. Gleichzeitig sei die Zahl der Ferienunterkünfte auf rund 3.000 gestiegen, davon etwa 2.000 in der Altstadt. Die Comunità Centro Storico befürchtet deshalb, dass sich das Zentrum zu einem hauptsächlich auf den Tourismus ausgerichteten Viertel entwickelt und dabei einen Teil seines Alltagslebens verliert.

Mobilitätsstadtrat Tommaso Ferrari weist die Kritik zurück. Die Projekte für den Filobus und die Pendlerparkplätze zielten gerade darauf ab, Verona besser zu vernetzen und eine Alternative zur direkten Autofahrt ins Zentrum zu schaffen. Verona sei bei diesen Investitionen lange hinter anderen Städten zurückgeblieben.

Ferrari zufolge gibt es in der ZTL derzeit fast 20.000 Genehmigungen. Außerdem könne jeder Bürger aus Verona, einschließlich der Einwohner der Provinz, viermal im Monat mit dem Auto in die Zone einfahren.

Bei den öffentlichen Verkehrsverbindungen verweist der Stadtrat auf die neue Anbindung des Parkplatzes Genovesa an eine Buslinie in Richtung Stadtzentrum. Mit dem Fortschritt des Filobus-Projekts sollen weitere Verbindungen hinzukommen. Gemeinsam mit dem Verkehrsunternehmen Amt3 prüft die Stadt zudem einen Shuttle-Service zwischen den Parkplätzen an der Piazza Corrubbio, an der Città di Nimes und beim Gerichtsgebäude sowie der Innenstadt.

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