
Verona streitet über Radwege und Verkehr
Radwege und die Verkehrssituation in Verona standen im Mittelpunkt der Sendung „In tema con Daily“ auf Radio Adige TV. Zu Gast waren die Stadträte Nicolò Zavarise von der Lega und Giacomo Cona von Traguardi.
Zavarise kritisierte die Verkehrspolitik der Stadtverwaltung. Durch die Verengung von Fahrbahnen seien seiner Ansicht nach „natürliche Engpässe“ entstanden. Viele Menschen könnten nicht auf das Auto verzichten, etwa wegen des Arbeitswegs, familiärer Verpflichtungen oder Fahrten zu Schulen, zum Krankenhaus in Borgo Trento und in das Industriegebiet Zai.
Als Beispiele für problematische Maßnahmen nannte der Oppositionspolitiker die Eingriffe in der Via Nino Bixio, der Via Basso Acquar und der Via Turbina. Diese hätten zu deutlichen Verkehrsbehinderungen geführt. Bei der Verkehrsplanung müssten auch die Folgen einzelner Entscheidungen berücksichtigt werden, sagte Zavarise.
Giacomo Cona wies dagegen die Vorstellung eines grundsätzlichen Konflikts zwischen Autofahrern und Radfahrern zurück. Er verwies auf Zahlen aus dem städtischen Plan für nachhaltige Mobilität: 22 Prozent der mit dem Auto zurückgelegten Strecken in Verona seien kürzer als drei Kilometer.
Neue Radwege sollten deshalb eine echte Alternative zum Auto schaffen, erklärte Cona. Es gehe nicht darum, die Bedingungen für Autofahrer zu verschlechtern, sondern den vorhandenen Straßenraum neu zu verteilen und die Sicherheit von Radfahrern zu verbessern. Die Maßnahmen in der Via Turbina und der Via Oriani verteidigte er ausdrücklich.
Beim Ausbau der Radinfrastruktur verwies Cona außerdem auf den Biciplan der Stadt. Dieser sieht nach seinen Angaben 100 zusätzliche Kilometer Radwege vor. Bisher seien rund 25 Kilometer umgesetzt worden.