
Veronas Magistralen Mauern sollen kostenlos an die Stadt übergehen
Die Stadt Verona will den noch staatlichen Teil der Magistralen Mauern kostenlos übernehmen. Der Stadtrat hat einen entsprechenden Beschlussvorschlag verabschiedet. Bevor die Übertragung erfolgen kann, muss noch der Gemeinderat darüber entscheiden.
Dem Antrag ging eine positive Stellungnahme der Regionaldirektion Veneto der staatlichen Immobilienagentur Agenzia del Demanio voraus. Der Bürgermeister hatte den Antrag am 30. Dezember 2025 eingereicht.
Mit dem Eigentumsübergang könnte die Stadt die Instandhaltung und Restaurierung der historischen Befestigungsanlagen einheitlich planen. Nach bereits begonnenen Arbeiten an Porta Vescovo, Porta San Giorgio sowie an den Rondellen della Grotta und San Zeno in Monte sind weitere Baustellen an Porta Nuova und Porta Palio vorgesehen. Auch die Gebäude in den Gärten von Raggio di Sole sollen aufgewertet werden.
Die Magistralen Mauern gehören seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Welterbe. Die Stadt kümmert sich bereits seit Jahrzehnten um ihre Instandhaltung und die öffentliche Nutzung großer Teile der Anlage.
Die Übertragung betrifft 14 Katastereinheiten und soll durch ein Dekret der Regionaldirektion der Agenzia del Demanio formalisiert werden. Vorgesehen ist unter anderem, dass die übertragenen Bereiche fünf Jahre nach Abschluss der Arbeiten nicht veräußert werden dürfen. Werden die finanzierten Maßnahmen nicht begonnen oder abgeschlossen, kann das Eigentum an den Staat zurückfallen.
Für die geplanten Aufwertungen sind nach Angaben der Stadt regionale Mittel in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro, etwa 1,5 Millionen Euro des Tourismusministeriums, 365.000 Euro aus dem Stadthaushalt sowie ein privater Beitrag von mehr als 100.000 Euro vorgesehen.