
Zehn Jahre nach dem Erdbeben von Amatrice erinnert Mattarella an die Opfer
Zehn Jahre nach dem schweren Erdbeben in Mittelitalien hat Staatspräsident Sergio Mattarella der Opfer und der betroffenen Gemeinden gedacht. Das Beben vom 24. August 2016 verwüstete zahlreiche Orte in den Regionen Latium, Marken, Umbrien und Abruzzen. Besonders Amatrice wurde zum Symbol der Katastrophe.
Das Erdbeben hatte sein Epizentrum zwischen Accumoli und Arquata del Tronto. In den folgenden Monaten kam es bis Anfang 2017 zu weiteren seismischen Ereignissen. Insgesamt starben 299 Menschen, 365 wurden verletzt und mehr als 40.000 mussten ihre Häuser verlassen.
Mattarella bezeichnete das Erdbeben als „eine dramatische Seite in der Geschichte der Republik“. Die Katastrophe erinnere weiterhin an die Notwendigkeit, den Schutz vor Erdbeben zu verbessern und die Einsatzfähigkeit im Notfall zu stärken.
Der Präsident würdigte außerdem die große Hilfsbereitschaft nach den ersten Erschütterungen. Freiwillige aus ganz Italien, Behörden und Rettungskräfte unterstützten die betroffene Bevölkerung und trugen dazu bei, die ersten Maßnahmen für den Wiederaufbau einzuleiten. Die Solidarität der Bevölkerung habe sich angesichts der Katastrophe als wichtige Kraft erwiesen.
Zehn Jahre später bleibt der Wiederaufbau eine zentrale Aufgabe. Mattarella erklärte, der Prozess sei komplex, müsse aber so schnell wie möglich abgeschlossen werden, damit die betroffenen Gemeinden ihre unterbrochene Normalität zurückgewinnen können. Zugleich sprach er den Familien der Verstorbenen, den Verletzten und allen Menschen, die durch das Erdbeben in große Schwierigkeiten geraten waren, sein Mitgefühl aus.