
Zu wenig Personal bei der Stadtpolizei: Thema soll in den Regionalausschuss
Der Personalmangel bei der Stadtpolizei in Verona soll im Regionalrat von Venetien behandelt werden. Gianpaolo Trevisi, regionaler Abgeordneter der Partito Democratico und Vorsitzender der IV. Kommission für Legalität, kündigte an, das Thema in den Ausschuss einzubringen.
Auslöser war die Warnung von Luigi Altamura, dem Kommandanten der Stadtpolizei von Verona. Nach dessen Angaben stehen in der Stadt derzeit 265 Beamte zur Verfügung. Nur 201 von ihnen seien für den Außendienst einsetzbar. Der tatsächliche Bedarf werde hingegen auf rund 400 Kräfte geschätzt.
Trevisi will einen direkten Austausch mit Kommandanten und Kommunalverwaltungen anstoßen. Dabei soll geprüft werden, welche Maßnahmen die Region zur Unterstützung der Stadtpolizei ergreifen kann.
## Forderung nach mehr Ausbildung und Unterstützung
Nach Einschätzung des Regionalpolitikers stehen die Bürgermeister unter wachsendem Druck. Die Bürger erwarteten mehr Sicherheit, gleichzeitig fehlten den Gemeinden Personal und finanzielle Mittel. Trevisi spricht von einem institutionellen Spannungsfeld, da Kommunen Verantwortung für Fragen übernehmen müssten, die rechtlich teilweise beim Staat liegen.
Der Staat müsse deshalb ausreichende Mittel bereitstellen und für eine angemessene Präsenz der Polizeikräfte sorgen, erklärte Trevisi.
Darüber hinaus schlägt der Politiker die Einrichtung einer regionalen Ausbildungsschule für Stadtpolizisten vor. Gemeinsame Standards könnten die Beamten auf die zunehmend komplexen Aufgaben vorbereiten. Trevisi verwies außerdem darauf, dass die Mehrheit im Regionalrat vor Kurzem einen Änderungsantrag seiner Partei zur Aufstockung der Mittel für die lokale Sicherheit abgelehnt habe.
Ein weiterer Punkt ist die Attraktivität des Berufs. Trevisi unterstützt den Vorschlag von Kommandant Altamura, den Wechsel von Beamten in andere Regionen oder zu anderen Behörden einzudämmen. Als mögliche Maßnahme nennt er vergünstigten Wohnraum über die regionalen Wohnungsbaugesellschaften ATER. Die hohen Wohnkosten beeinflussten die Entscheidung vieler Beschäftigter, ob sie in einer Region bleiben oder eine andere Stelle suchen.
