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22/10/2026 - 21:05

Italiens Stahlproduktion wächst wieder – hohe Energiekosten belasten Brescia

Brescia. Italiens Stahlproduktion ist im September nach zwei rückläufigen Monaten wieder gestiegen. Der Aufschwung konnte die seit dem Sommer nachlassende Dynamik jedoch nicht vollständig umkehren.

Für Brescia ist die Entwicklung von besonderer Bedeutung: Die Provinz steht für rund ein Fünftel der italienischen Stahlproduktion und zählt zu den wichtigsten Stahlstandorten des Landes.

Nach den jüngsten Zahlen des Verbands Federacciai, über die siderweb berichtet, produzierten italienische Stahlwerke im September 1,92 Millionen Tonnen Rohstahl. Das waren 2,1 Prozent mehr als im September 2025, als 1,88 Millionen Tonnen hergestellt wurden.

In den ersten neun Monaten des Jahres belief sich die Produktion auf 15,92 Millionen Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 2,4 Prozent. Das Wachstum hat sich im Jahresverlauf allerdings schrittweise abgeschwächt: Ende Juni lag der Zuwachs noch bei 3,5 Prozent, im Juli bei 2,8 Prozent und im August bei 2,5 Prozent.

Besonders schwierig bleibt die Lage bei den Flachprodukten, die unter anderem für industrielle Anwendungen benötigt werden. Ihre Produktion sank im September binnen Jahresfrist um 17 Prozent auf 736.000 Tonnen. Für die ersten neun Monate ergibt sich ein Rückgang von 4,2 Prozent auf 6,499 Millionen Tonnen.

Robuster entwickelten sich die Langprodukte, zu denen unter anderem Stäbe und weitere Erzeugnisse für das Baugewerbe und andere Industriezweige zählen. Im September lag die Produktion mit 1,167 Millionen Tonnen auf dem Niveau des Vorjahres. Von Januar bis September stieg sie um 4,7 Prozent auf 9,60 Millionen Tonnen.

Zusätzlichen Druck verursachen die Energiekosten. Der Gaspreis für Stahlhersteller stieg im September auf 0,87 Euro je Kubikmeter. Das waren 20,8 Prozent mehr als im August und 135 Prozent mehr als im September 2025. Der Strompreis erreichte 150,7 Euro je Megawattstunde und lag damit 76,7 Prozent über dem Vorjahreswert.

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