
Bardolino und der Gardasee: Trienter Studierende entwickeln Ideen für die Kulturhauptstadt-Bewerbung 2029
Studierende der Universität Trient entwickeln neue Ideen für Bardolino und den Gardasee. Im Rahmen der Bewerbung von Bardolino und des Gardasees als italienische Kulturhauptstadt 2029 sollen Produkte oder Dienstleistungen entstehen, die sich sowohl an Einheimische als auch an Besucher richten.
Beteiligt ist der Masterstudiengang Management von Nachhaltigkeit und Tourismus. Ziel des Projekts ist es, das kulturelle, ökologische und wirtschaftliche Erbe der Region in konkrete Entwicklungsmöglichkeiten zu übersetzen.
Dafür trafen sich die Studierenden im Saal der Disciplina in Bardolino mit Vertretern lokaler Wirtschafts- und Kulturorganisationen. Im Mittelpunkt standen weniger bekannte Ressourcen, Traditionen, Handwerk, lokale Unternehmen und das Wissen der Bevölkerung.
## Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Umsetzbarkeit
Die Vorschläge sollen nicht nur kreativ sein, sondern auch wirtschaftlich Bestand haben. Die Studierenden untersuchen deshalb die Nachfrage und prüfen, ob Einheimische und Touristen bereit wären, für das jeweilige Produkt oder die Dienstleistung zu bezahlen.
Berücksichtigt werden unter anderem Naturressourcen, lokale Wertschöpfungsketten sowie Wein und Olivenöl. Weitere Themen sind das künstlerische und ökologische Erbe sowie kulturelle Traditionen.
Bürgermeister Daniele Bertasi bezeichnete die Bewerbung als Möglichkeit, gemeinsame Herausforderungen der Gemeinden am Gardasee anzugehen. Dazu gehören laut seinen Angaben Fragen des Wohnens, die Unterstützung von Familien und Geburten sowie der Schutz der Landschaft und die Begrenzung des Flächenverbrauchs.
„Wir wollen, dass die Bewerbung ein echtes Erbe hinterlässt und die Verbindung zwischen dem Gebiet und den Menschen, die hier leben, stärkt“, sagte Bertasi laut der Mitteilung.
## Austausch mit Schulen und lokalen Organisationen
Neben Vertretern aus Tourismus, Handel, Landwirtschaft und Kultur trafen die Studierenden auch Jugendliche des Instituts Carnacina. Außerdem erhielten sie Einblicke von Garda Unico, der Destinationsmanagement-Organisation und dem Centro Turistico Giovanile.
Im Rahmen des Projekts besuchten sie zudem die Kirche San Severo und die Pfarrkirche von Cisano. Dort sprachen sie mit Vertretern lokaler Vereinigungen über Geschichte und Traditionen des Gebiets.
Die ausgearbeiteten Projekte sollen am 10. Dezember an der Universität Trient vorgestellt werden.
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