
Liceo Fermi di Salò: Schülerinnen und Schüler sprechen über Lebensmittelverschwendung
Am 29. Oktober war die Associazione Banco Alimentare della Lombardia zu Gast am Liceo E. Fermi in Salò. Vertreter der Organisation sprachen mit den Schülerinnen und Schülern der zweiten Klassen über Lebensmittelverschwendung, Armut und die Möglichkeiten, im Alltag bewusster mit Lebensmitteln umzugehen.
Vorgestellt wurde das Projekt von Claudio Luisi, der seit 22 Jahren ehrenamtlich beim Banco Alimentare tätig ist. Der Besuch stand auch im Zusammenhang mit der nationalen Lebensmittelspendensammlung am 14. November 2026, an der sich das Liceo Fermi beteiligt.
## Eine Organisation gegen Verschwendung und Armut
Der Banco Alimentare entstand 1967 in den Vereinigten Staaten. Aus der Beobachtung, dass Supermärkte große Mengen noch genießbarer Lebensmittel wegwarfen, entwickelte sich eine Initiative zur Unterstützung bedürftiger Menschen. Heute gibt es nach Angaben der Organisation weltweit 680 Lager, davon 23 in Italien. Getragen wird die Arbeit von zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.
Im Mittelpunkt des Treffens standen die weltweiten Ausmaße der Lebensmittelverschwendung. Nach den im Vortrag genannten Zahlen werden jedes Jahr bis zu 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel verschwendet. Gleichzeitig leben weltweit schätzungsweise rund 850 Millionen Menschen in Armut. Auch in Italien werden demnach große Mengen an Lebensmitteln weggeworfen, während Millionen Menschen unter der Armutsgrenze leben.
Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich außerdem mit den ökologischen Folgen. Für die Herstellung von Lebensmitteln werden große Mengen Wasser und weitere Ressourcen benötigt. Werden Lebensmittel weggeworfen, gehen diese Ressourcen ebenfalls verloren.
## Tipps für den Alltag
Der Banco Alimentare ermutigte die Jugendlichen, beim Einkauf auf die benötigten Mengen zu achten und die Haltbarkeitsangaben richtig zu lesen. Dabei wurde zwischen „zu verbrauchen bis“ und „mindestens haltbar bis“ unterschieden. Während leicht verderbliche Produkte nach dem Verbrauchsdatum nicht mehr gegessen werden sollten, kann ein original verschlossenes Produkt mit dem Hinweis „mindestens haltbar bis“ häufig auch danach noch genießbar sein. Zustand und Geruch sollten dabei sorgfältig geprüft werden.
Die Veranstaltung sollte den Jugendlichen zeigen, dass auch kleine Entscheidungen im Alltag dazu beitragen können, Lebensmittelabfälle zu reduzieren und andere Menschen zu unterstützen.
Newsletter
Gardasee Heute bei Google
Weitere Nachrichten

Regierung ficht Venetos Gesetz zur Sterbehilfe vor Verfassungsgericht an

Patrick Lombardi aus Riva del Garda startet in der Airspeeder-Serie

Riva del Garda restauriert den Torre Apponale

