
Riva del Garda restauriert den Torre Apponale
Der Torre Apponale, eines der Wahrzeichen von Riva del Garda, wird restauriert. Die Gemeinde hat den Auftrag für die Instandsetzung der Außenfassaden an das auf Restaurierung spezialisierte Unternehmen Kore aus Caldonazzo vergeben. Die Arbeiten sollen vier Monate dauern und kosten insgesamt 295.000 Euro.
Der mehr als 34 Meter hohe Turm steht direkt am Hafen und stammt in seinen ältesten Teilen aus dem 13. Jahrhundert. In seiner heutigen Form geht er wesentlich auf eine Aufstockung im 16. Jahrhundert zurück. Der Torre Apponale war einst Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlagen von Riva.
## Schäden an Stein und Mörtel
An den Außenfassaden zeigen sich Schäden, die unter anderem durch natürliche Alterung, Witterung, Luftverschmutzung sowie Moos und Flechten entstanden sind. Auch frühere Restaurierungsarbeiten aus den 1990er-Jahren haben teilweise Materialien hinterlassen, die nicht vollständig mit dem ursprünglichen Mauerwerk kompatibel sind.
Besonders problematisch sind die Fugen zwischen den Steinblöcken. In einigen Bereichen wurden traditionelle Kalkmörtel durch Acrylharze ersetzt oder ergänzt, wodurch Feuchtigkeit im Mauerwerk eingeschlossen werden kann. Je nach Höhe und Steinart zeigen sich außerdem Auswaschungen, schwarze Ablagerungen, Abplatzungen und eine nachlassende Festigkeit. Im Sockelbereich kommt aufsteigende Feuchtigkeit hinzu. Auch die Uhren und einige Metallteile sind beschädigt und teilweise verrostet.
## Reinigung und Sicherung
Zu Beginn werden Pflanzen sowie Moos und Flechten entfernt. Anschließend wird der Stein mit speziellen Kompressen gereinigt; an besonders geeigneten Stellen ist eine Sandstrahlung mit sehr niedrigem Druck vorgesehen. Geschädigte Bereiche sollen stabilisiert werden. Bei Rissen und durchgehenden Schäden werden spiralförmige Edelstahlstäbe eingesetzt.
Der schadhafte Mörtel wird entfernt und durch einen natürlichen, salzfreien Kalkmörtel mit Zuschlagstoffen aus der lokalen Bautradition ersetzt. Ein unsichtbarer, wasserabweisender Schutz soll künftig verhindern, dass Regenwasser tief in die Oberflächen eindringt. Die Metallteile werden von Rost befreit, behandelt, neu gestrichen und mit natürlichen Wachsen geschützt. Außerdem wird der Steinboden der Glockenstube mit ihrer Balustrade restauriert.
Die Arbeiten dienen auch der Sicherheit im Umfeld des Turms, da sich insbesondere Mörtelstücke lösen könnten. Nach Angaben der Gemeinde sollen die Arbeiten vorbehaltlich unvorhergesehener Probleme oder längerer Regenperioden bis Ostern abgeschlossen sein. Dann soll der Mag den Torre Apponale wie jedes Jahr nach der Winterpause wieder für Besucher öffnen. In der vergangenen Saison stiegen mehr als 36.000 Menschen die 165 Stufen zur Aussichtsplattform hinauf.
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