
Diözese Verona legt erstmals einen Tätigkeitsbericht vor
Die Diözese Verona hat erstmals einen Pastoralen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Das Dokument soll die Arbeit der Kirche transparenter machen und den Dialog mit den verschiedenen Einrichtungen und Gruppen auf dem Gebiet der Diözese stärken. Es steht im Zusammenhang mit der Neuordnung der Kurie, die im Oktober 2023 begonnen wurde.
Der Bericht behandelt drei zentrale Bereiche: Verkündigung, Nähe zum Menschen sowie allgemeine Dienste. Ein besonderer Schwerpunkt ist dem Heiligen Jahr gewidmet. Bischof Domenico Pompili betonte bei der Vorstellung, dass nicht alle Aspekte kirchlicher Arbeit in Zahlen oder Worten erfasst werden könnten. Dennoch sei es wichtig, bedeutende Entwicklungen sichtbar zu machen und Rechenschaft abzulegen.
## Einnahmen, Ausgaben und Immobilien
Nach den vorgestellten Zahlen hatte die Diözese Verona im Jahr 2025 Einnahmen von 10.586.822 Euro und Ausgaben von 9.776.841 Euro. Daraus ergibt sich ein positiver Saldo von mehr als 800.000 Euro.
Auch die Pfarreien schlossen das Jahr mit einem Überschuss ab. Ihren Einnahmen von 33.492.881 Euro standen Ausgaben von 32.278.773 Euro gegenüber. Das Immobilienvermögen umfasst unter anderem 43 diözesane Gebäude, die für Betreuungs- und Aufnahmeangebote genutzt werden, knapp 700 Kirchen, mehr als 300 Pfarrhäuser und über 3.000 weitere Pfarrimmobilien.
## Arbeit in den Gemeinden
Im Bereich der Verkündigung verwies die Diözese auf ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, aber auch auf den wachsenden Bedarf an Bildungsangeboten für Erwachsene. Zudem engagieren sich nach Angaben der Kirche fast 3.000 Kommunionspender sowie zahlreiche weitere Ehrenamtliche in der Betreuung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
Der Bereich der menschlichen Nähe umfasst unter anderem karitative Angebote, Aufnahme, Dialog und soziale Arbeit. Dabei gehe es nicht nur um finanzielle Nachhaltigkeit, sondern auch darum, bestehende Hilfs- und Betreuungsangebote langfristig weiterzuführen.
In den allgemeinen Diensten werden wirtschaftliche und kulturelle Ressourcen, Kommunikation sowie rechtliche Angelegenheiten zusammengefasst. Rund 5.000 Freiwillige bringen sich nach Angaben der Diözese regelmäßig ein, darunter auch Personen mit Fachkenntnissen im wirtschaftlichen Bereich.
Erarbeitet wurde der Bericht nach der Methode „Ethical Social Report_Adoa“. Das Verfahren entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Management-Department der Universität Verona und der Associazione Diocesana Opere Assistenziali di Verona (Adoa). Beteiligt waren unter anderem der wissenschaftliche Leiter Giorgio Mion und der Rechtsanwalt Tomas Chiaramonte.
Der Generalvikar Osvaldo Checchini und weitere Verantwortliche bezeichneten den Bericht als Ergebnis eines umfassenden Zuhörens und einer gemeinsamen Auswertung. Er soll künftig auch dazu beitragen, offene Fragen zu benennen und Entscheidungen innerhalb der Diözese gezielter zu treffen.
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