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27/10/2026 - 12:28

Gardesana: Pollini fordert Alternativen zum Auto statt Verbote für Radfahrer

Die Verkehrsprobleme an der westlichen Gardesana lassen sich nach Ansicht der lombardischen Regionalrätin Paola Pollini nicht durch Einschränkungen für Radfahrer oder neue Straßen allein lösen. Die Politikerin der Fünf-Sterne-Bewegung fordert stattdessen mehr öffentliche und geteilte Verkehrsmittel.

Pollini kritisiert zum einen den Entwurf zur Reform der italienischen Straßenverkehrsordnung. Dieser sieht ein Verbot für Gruppen mit mehr als acht Fahrrädern auf außerstädtischen Straßen vor. Es sei unklar, ob die Regelung dem Schutz der Radfahrer dienen solle oder vor allem den Forderungen von Autofahrern entgegenkomme, erklärt die Regionalrätin. Pauschalisierungen lehnt sie ab.

Kritisch äußert sich Pollini außerdem zum Projekt einer neuen, mehr als 30 Kilometer langen Straße zwischen Tormini und Limone sul Garda. Die Strecke soll vollständig durch Tunnel führen. Der Vorschlag ist in einem Änderungsantrag der Lega zur Aktualisierung des regionalen Mobilitäts- und Verkehrsprogramms PRMT enthalten, über den derzeit im Regionalrat beraten wird.

## Mehr öffentliche Verkehrsmittel

Als Alternative bringt Pollini elektrische Minibusse ins Gespräch. Diese könnten nach ihren Angaben 20 bis 25 Fahrgäste aufnehmen und auch die engen Tunnel der Gardesana befahren. Dadurch könnten entsprechend viele Pkw von der Straße ferngehalten werden, argumentiert sie. Das würde nach ihrer Einschätzung Staus, Emissionen und den Kraftstoffverbrauch reduzieren.

Für den Gardasee müsse möglichst stark auf eine nachhaltige, öffentliche und gemeinsam genutzte Mobilität gesetzt werden, so Pollini. Dazu gehörten auch Fahrradständer an öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine bessere Kombination von Bus und Fahrrad könne weitere Alternativen zum privaten Auto schaffen.

Pollini will diese Vorschläge in die Beratungen über das neue regionale Mobilitäts- und Verkehrsprogramm einbringen. Zugleich wirft sie der Mitte-rechts-Mehrheit vor, den vorgelegten Vorschlägen nicht genügend Aufmerksamkeit zu schenken.

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