
Verona: Lieferverkehr im historischen Zentrum bleibt problematisch
Im historischen Zentrum von Verona bleibt der Lieferverkehr ein ungelöstes Problem. Vor allem am Vormittag bewegen sich zahlreiche Lieferwagen und Kleintransporter zwischen der Piazza delle Erbe und den angrenzenden Straßen. Dort versorgen sie Geschäfte und Gastronomiebetriebe mit Waren und Lebensmitteln. Hinzu kommen Fahrzeuge des städtischen Entsorgungsunternehmens Amia. Der Verkehr muss sich häufig zwischen Fußgängern und Besuchern hindurchbewegen.
Lorenzo Dalai, Präsident des 1. Stadtbezirks und beruflich im Bereich Logistik tätig, bezeichnete die Situation als kritisch. Frühere Lösungsversuche wie das während der Amtszeit von Bürgermeister Flavio Tosi erprobte City-Logistic-System hätten nicht die erhofften Ergebnisse gebracht und seien nach seiner Einschätzung gescheitert.
## Gastronomie erschwert die Versorgung
Ein wesentlicher Grund für die schwierige Lage ist laut Dalai die stark fragmentierte Lieferstruktur. Besonders Gastronomiebetriebe hätten unterschiedliche Anforderungen an die Versorgung. Dazu gehören auch strenge Vorgaben für die Kühlkette, etwa beim Transport von Fleisch und Fisch.
Dalai verwies außerdem auf die starke Zunahme gastronomischer Betriebe im Zentrum. Dadurch habe sich die ohnehin belastete Verkehrssituation weiter verschärft und die Aufenthaltsqualität für Anwohner und Besucher beeinträchtigt.
## Lösung soll von den Beteiligten kommen
Dalai hält eine Logistikplattform oder einen Verteilerhub grundsätzlich für möglich. Eine solche Lösung dürfe jedoch nicht einfach von den Institutionen vorgeschrieben werden. Sie müsse vielmehr von den Händlern, Gastronomiebetrieben und Lieferanten selbst entwickelt werden und auch wirtschaftlich sinnvoll sein.
Nur durch eine gemeinsame Organisation der Lieferungen lasse sich der kontinuierliche Strom von Kleintransportern im Zentrum verringern, so Dalai.
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